
In knapp drei Wochen ist es so weit. Am 12. April wird Adobe in einem heute groß angekündigtem Webspecial die neue Version der Creative Suite vorstellen. Auch wenn es sich schon um die Version 5 der Standard-Softwaresammlung für Grafiker, Webentwickler und Designer handelt, viele der enthaltenen Programme sind schon um einiges älter. Allein für Photoshop bedeutet dieses Release schon die 15. größere Version. Grund genug einmal die bisher bekannten Fakten zusammen zu fassen.
Änderungen unter der Haube
Natürlich wird alles schneller, ein bisschen runder und insgesamt besser zusammen funktionieren. Dennoch gibt es auch unter der Haube größere Änderungen. Die wohl wichtigste dabei trifft uns Mac-User. Adobe hat die Code-Basis umgestellt und die CS5 wird es nun auch als 64-Bit Version und damit endlich die Möglichkeit auf mehr Speicher zuzugreifen, geben. Bei After Effects und Premiere Pro vollzieht Adobe diesen Schnitt gar so konsequent, dass keine 32 Bit Versionen mehr angeboten werden. Wie frei man bei dieser Wahl bei den anderen Anwendungen sein wird, ist bisher noch nicht bekannt. Konsequent ebenfalls die Tatsache, dass ab CS5 die alten PowerMac CPUs nicht mehr unterstützt werden.
Zudem werden einige rechenintensive Aktionen auf die GPU ausgelagert, eine Technik die in anderen Bereichen schon viel Performancezuwachs gebracht hat.
Quo Vadis, Flash?
Mit größter Spannung wird das neue Flash erwartet. Sprach man früher vor allem über das eine Programm, entscheidet sich mit einem neuen Release inzwischen die Zukunft einer kompletten Plattform. Mit CS5 drängt Adobe massiv in Richtung Apple. So soll es möglich sein, Flash-Anwendungen direkt als iPhone und iPad-Apps zu exportieren, außerdem erhält der Flash-Player für den Mac eine grundlegende Überarbeitung, Adobe verspricht eine wesentlich bessere Performance.
Abgesehen davon wird der AS-Editor nun Syntaxvorschläge während dem Tippen liefern und vermutlich wird Adobe die Etablierung der Tools Flash Builder (früher Flex) und Flash Catalyst maßgeblich vorantreiben. Insgesamt wird damit die Trennung zwischen Entwicklung und Design noch einmal wesentlich deutlicher erkennbar sein.
Neuerungen in Photoshop
Photoshop wird vermutlich in großem Maße von GPU-Auslagerungen profitieren, darüber hinaus gibt es vor allem einige neue oder zumindest überarbeitete Werkzeuge. Diese zielen vor allem in Richtung Fotografen und Postproducer. Das meiner Meinung nach spannendste Feature lässt sich mit Worten nicht beschreiben:
Bridge, InDesign, Dreamweaver, Illustrator, etc. …
Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass Adobe seine Dateiverwaltung Bridge einstellen und mit CS5 nicht mehr ausliefern wird. Stattdessen soll eine Art Mini-Bridge eine Suche innerhalb der jeweiligen Anwendung Überblick über Dateien für CS Anwendungen bringen.
InDesign und PDF wird vor allem in Sachen Videoeinbindung und Flash-Export viele neue Funktionen bekommen, ansonsten ist, genau wie über die neue Version des Illustrator wenig bekannt. Der Dreamweaver erhält ebenso eine konsequente Produktpflege, wird HTML5 Syntax können und nun auch vorschlagen. Interessant wird hier die Möglichkeit werden, Dateien aus den anderen Anwendungen via der neuen Funktion “Smart Paste” direkt in ein Canvas-Objekt einzufügen.
Die Videoanwendungen bekommen eine komplett neue Playback-Enginge, Codename “Mercury“. Diese GPU-gestützte Beschleunigung ermöglicht das sofortige Betrachten des Videos mit angewandten Filtern und Effekten, zeitintensives Zwischenrendern entfällt. Profis sprechen sogar von 2 Stunden Zeitersparnis pro Arbeitstag. In Demos jedenfalls war zu sehen, dass bis zu 30 Effekte ohne Verzögerung direkt auf dem Filmmaterial in Ausgabequalität darstellbar sind.
Außerdem…
Darüber hinaus steht da noch eine Spekulation über ein komplett neues Produkt im Raum, viele vermuten einen Ausbau der Flash-Plattform. Es wird jedenfalls spannend, wenn am 12. April auf http://cs5launch.adobe.com/ neben noch einigen Features vor allem auch Lizenz- und Preismodelle bekannt gegeben werden. Wer noch mehr Infos haben möchte, dem empfehle ich neben der offiziellen Launch-Seite vor allem eine entsprechende Suche auf YouTube. Hier findet ihr zahlreiche Vorführungsvideos zur kompletten Programmpalette.





Tim
Hmm spannend
Comment — 25. März 2010 um 00:37Michl
Joaaaa, ich will es anfassen
Comment — 25. März 2010 um 00:47Tim
he he
Comment — 26. März 2010 um 01:14